Sonntag 30 April 2017

Was ist Säuglingsbeschneidung?

Die Säuglingsbeschneidung ist eine vor allem in den USA verbreitete „prophylaktische“ und radikale Beschneidung der Vorhaut bei männlichen Säuglingen meist unmittelbar nach der Geburt. Medizinische Gründe, die eine vorsorgliche Beschneidung rechtfertigen, gibt es nicht. Der ursprüngliche Anlass für diese Praktik bestand in einer Bestrafung und Erschwerung der damals unerwünschten Masturbation. Die später als Rechtfertigung herangezogenen Vermutungen, ein beschnittener Penis sei hygienischer bzw. durch eine Beschneidung könnten Penis- und Gebärmutterhalskrebs verhindert werden, haben sich als haltlos erwiesen.

Aktuell werden etwa 60 % der US-amerikanischen Jungen beschnitten.

Die Beschneidung erfolgt oft unmittelbar nach der Geburt. Die Jungen werden dazu oft gar nicht oder nur unzureichend betäubt.

Die Beschneidung ist für das Baby sehr schmerzhaft.

Der Junge wird mit weit gespreizten Beinen rücklings auf eine spezielle Unterlage gelegt und mit Klettbändern an Armen und Oberschenkeln „auf der Unterlage befestigt“, damit er sich nicht bewegen kann.

Bei dem, was nun geschieht, schreien viele der kleinen Jungen verzweifelt, manche sind jedoch sehr still, weil sie in einen komaähnlichen Schockzustand verfallen – eine Schutzreaktion des Gehirns bei extremen Schmerzen.

Zuerst wird die bei kleinen Jungen verklebte Vorhaut von der Eichel gelöst, wobei die empfindliche Eicheloberfläche nicht selten erheblich verletzt wird. Fast alle männlichen Babys haben eine natürliche Vorhautverengung. Daher lässt sich ihre Vorhaut auch nach Lösen der Verklebung nicht zurückziehen und die Vorhaut muss mit einem Skalpell oder einer Schere längs bis zum hinteren Eichelrand aufgeschnitten werden. Nun wird die Vorhaut vollständig nach hinten gezogen und mittels spezieller Beschneidungsinstrumente abgeklemmt und abgetrennt.

Beispiel: Beschneidung mit Gomco-Klemme

Diese Operation dauert ca. 10 – 20 min. – länger, als Du brauchst, um diesen Text zu lesen. Der Junge ist während der ganzen Zeit bei vollem Bewusstsein – sofern er nicht bereits vor Schmerz in Ohnmacht gefallen ist!

Die aufgeschnittene Vorhaut wird hinter die Eichel zurückgezogen, so dass die Eichel vollständig frei liegt. Nun wird eine kleine Metallglocke über die Eichel gestülpt und die Vorhaut darüber wieder nach vorn gezogen und an der Spitze befestigt, damit sie nicht mehr nach hinten rutschen kann und straff über die Glocke gespannt bleibt.

Dann wird ein Metallring über die Glocke geschoben. Jetzt befindet sich die Glocke unter der Vorhaut, während der Metallring den Penis von außen „festhält“.

Die Klemme kann durch eine Stellschraube so angezogen werden, dass ihr Durchmesser kleiner wird und die Vorhaut mit hohem Druck auf die Oberfläche der Glocke gepresst wird. Diesen Zustand muss der Junge ca. 5 min. ertragen – danach ist die Blutversorgung der Vorhaut komplett unterbrochen.

Schließlich wird die Vorhaut in Höhe des hinteren Eichelrandes mit einem Skalpell abgeschnitten und die Klemme sowie die Glocke danach entfernt.

Mitunter ist nun noch ein weiterer Schnitt erforderlich, um den Rest des Vorhautbändchens an der Unterseite der Eichel zu entfernen.

Letzte Änderung am Dienstag, 30 Dezember 2014 14:15

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