Was ist Ejaculatio praecox?
Bei der Ejaculatio praecox kommt es zu einem vorzeitigen, zu frühen Samenerguss, entweder bereits bei sexueller Erregung (wenn der Penis steif wird) noch vor dem eigentlichen Sex oder direkt nach dem Eindringen in die Scheide bzw. nach nur ganz wenigen „Stößen“.
Viele Jungen und sehr junge Männer „kommen“ viel früher als ihre Partnerin, was aber meist nicht krankhaft ist, sondern einfach daran liegt, dass sich die Sexualpartner noch nicht aufeinander eingestellt haben bzw. dass dem Jungen / Mann Erfahrungen fehlen.
Manchmal hört oder liest man, eine Beschneidung verhindere „zu frühes Kommen“. Dies ist ein verhängnisvoller Irrtum! Zwar wird die Eichel nach radikaler Beschneidung der Vorhaut unempfindlicher. Dies kann aber auch negativ empfunden werden und die Sexualität beeinträchtigen – und ist dann nicht mehr umkehrbar. Und es gibt auch Jungen/Männer, die nach der Beschneidung eine Verschlechterung des Problems erleben.
Behandelt wird der vorzeitige Samenerguss in der Regel durch Training. Notwendig ist zunächst eine umfassende Anamnese und Diagnostik, in die ggf. auch die Partnerin einbezogen wird. Behandelt wird durch verschiedene Methoden, geläufig ist die sog. Squeeze-Methode, wobei der Mann bis kurz vor den Ejakulationspunkt stimuliert, dann jedoch durch massiven andauernden Druck (Zusammenpressen) des Penis wieder „beruhigt“ wird. Durch Wiederholung dieser Prozedur (die sicher durchaus angenehm sein kann) soll sozusagen eine Art Körperkontrolle erlernt werden.
| < Zurück | Weiter > |
|---|