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Die Stellungnahme steht auch als PDF-Datei zur Verfügung HIV/AIDS ist eine der schlimmsten und beängstigendsten Gefahren, die die Menschheit bedrohen. Insbesondere im südlichen Afrika hat die Epidemie katastrophale Ausmaße angenommen. Möglichkeiten, die Verbreitung der Krankheit effektiv einzudämmen, werden verzweifelt gesucht. Als UNAIDS und WHO Ende März 2007 verkündeten, dass männliche Beschneidung das Infektionsrisiko um bis zu 60 % verringert, und Beschneidungsprogramme für die am schlimmsten betroffenen Regionen empfahlen, muss das für viele wie das langersehnte Wundermittel geklungen haben: Eine einmalige Maßnahme, verhältnismäßig kostengünstig, die keinerlei mühevolle Aufklärung und lebenslange Disziplin der Bevölkerung erfordert. Doch bei genauer Betrachtung stellt sich dieses "bequeme" Wundermittel als gefährlicher Trugschluss heraus, der die Epidemie sogar verschlimmern könnte. phimose-info.de hat die Stellungnahme von Doctors Opposing Circumcision übersetzt, die sich mit den Problemen von "Beschneidung gegen HIV" intensiv auseinandersetzt.
Der Nutzen von männlicher Beschneidungzum Schutz vor HIV-InfektionEine Stellungnahme von Doctors Opposing Circumcision Übersetzt und veröffentlicht von www.phimose-info.de im April 2007 mit freundlicher Genehmigung von Doctors Opposing Circumcision. Abbildungen und farbig gedruckter bzw. hinterlegter Text wurden von Phimose-Info Deutschland ergänzt. Das Originaldokument kann hier abgerufen werden.
EinleitungEs wurden eine Reihe übertriebener Behauptungen aufgestellt, dass männliche Beschneidung angeblich effektiv die Übertragung des Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) von Frauen auf Männer verhindern könne. Diese Stellungnahme untersucht die Behauptungen und rückt sie in die richtige Perspektive. HintergrundDie Theorie, dass männliche Beschneidung vor HIV-Infektion schützen könnte, wurde in Nordamerika erfunden und entwickelt. Professor Valiere Alcena hat nach eigenen Angaben die Theorie, dass das Entfernen der Vorhaut HIV-Übertragung verhindert, in einem Artikel1 vom August 19862 als erster aufgebracht. Der verstorbene Arzt Aaron J. Fink, ein bekannter nordamerikanischer Beschneidungsbefürworter, unterstützte Alcenas Theorie in Briefen an medizinische Fachzeitschriften.3-5 Der nordamerikanische Arzt Gerald N. Weiss, der eine Webseite betreibt, auf der Beschneidung propagiert wird, und andere trugen durch einen Artikel zur Weiterentwicklung der Theorie bei. Er wurde 1993 in Israel veröffentlicht und identifiziert die Vorhaut als eine mögliche Eintrittspforte für HIV.6 Nordamerikanische Beschneidungsenthusiasten haben männliche Beschneidung weiterhin mit Meinungsbekundungen in medizinischen Fachzeitschriften gefördert.7,8 Stephen Moses, Daniel T. Halperin und Robert C. Bailey sind weitere bekannte nordamerikanische Befürworter von männlicher Beschneidung.8,9 Zahlreiche Beobachtungstudien wurden in Afrika durchgeführt, doch das auf Beweisen basierende Cochrane Review (2003) fand keine ausreichenden Belege, um Beschneidungskampagnen zum Schutz vor HIV-Infektion zu empfehlen.10
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