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Der Nutzen von männlicher Beschneidung zum Schutz vor HIV-Infektion - Studie zur Beschneidung als HIV-Schutz
Beitragsinhalt
Studie zur Beschneidung als HIV-Schutz
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Effektivität

Beschneidung verhindert HIV-Infektion nicht. In der Studie von Auvert in Südafrika gab es 20 Neuinfektionen bei beschnittenen Männern.17 Die Studie in Kenia berichtete von 22 Neuinfektionen bei beschnittenen Männern. Brewer und Kollegen fanden höhere Raten von HIV-Infektion unter beschnittenen Jugendlichen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten.23 Die USA haben die höchste Rate von HIV-Infektionen und die höchste Rate von männlicher Beschneidung in der industrialisierten Welt. Es kann somit nicht vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass männliche Beschneidung HIV-Infektion verhindert.

Es gibt viele Übertragungspfade für HIV, u.a.:

  • Übertragung von der Mutter auf das Kind,
  • Transfusion von infiziertem Blut,24
  • unsterile Nadeln im Gesundheitswesen,24
  • Übertragung durch homo- und heterosexuellen Analverkehr,25
  • gemeinsame Verwendung von Nadeln bei Drogenmissbrauch,
  • traditionelle afrikanische Skarifikationspraktiken (rituelle Narben),
  • rituelle männliche Beschneidung,23
  • weibliche Beschneidung,26
  • heterosexuelle Übertragung vom Mann auf die Frau, und
  • heterosexuelle Übertragung von der Frau auf den Mann.

Männliche Beschneidung reduziert vermutlich nur das Übertragungsrisiko von der Frau auf den Mann, so dass der Gesamteinfluss auf die HIV-Epidemie in Afrika bestenfalls gering wäre. Das Risiko einer Übertragung vom Mann auf die Frau ist jedoch wesentlich höher als das Risiko einer Übertragung von der Frau auf den Mann. Männliche Beschneidung ist daher ein Mittel, das nur den zweitwichtigsten Übertragungspfad teilweise verhindert, auf Kosten des wichtigsten Übertragungspfades, so dass sie insgesamt kontraproduktiv wäre.

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass männliche Beschneidung Frauen schützt. Die Viruslast ist der wichtigste Einflussfaktor für HIV-Übertragung.27 Infektion mit Malaria erhöht die Viruslast und erhöht so die Ansteckungsgefahr.28 Männliche Beschneidung würde die Viruslast und somit die Infektionsgefahr für die weiblichen Partner nicht verringern. Eine Studie hat allerdings gezeigt, dass weibliche Beschneidung Frauen schützt.29

Gebrauch von Kondomen

Kondome sind erwiesenermaßen ein effektives Mittel zum Schutz vor HIV-Übertragung.30 Der Gebrauch von Kondomen ist zum Schutz nötig, ob der Mann beschnitten ist oder nicht.

Auswirkungen auf den Gebrauch von Kondomen

Männliche Beschneidung entfernt Nerven vom Penis31 und verursacht einen signifikanten Verlust von sexueller Sensitivität und Funktionalität.32 Aus diesem Grund zögern viele beschnittene Männer, Kondome zu verwenden. Ein Massenbeschneidungsprogramm könnte die Verwendung von Kondomen zurückdrängen und einen nachteiligen Effekt auf die HIV-Verhütung haben.

Abschürfungen in der Scheide

"Trockener Sex" wird in Afrika südlich der Sahara praktiziert.10,3 Frauen führen verschiedenste austrocknende Substanzen in ihre Scheide ein, um die Scheidenfeuchtigkeit aufzusaugen. Diese Praktik an sich kann Abschürfungen und Einrisse verursachen, die eine Eintrittspforte für das HI-Virus bieten.10,28 Auch männliche Beschneidung verringert die Scheidenfeuchtigkeit, schränkt den Rollmechanismus der Vorhaut ein und erhöht Reibung und Abschürfungen in der Scheide.34 Wenn dies mit "trockenem Sex" kombiniert wird, ist zu erwarten, dass sich das HIV-Ansteckungsrisiko für die Frau drastisch erhöht. Ein kürzlich veröffentlichter vorläufiger Bericht fand heraus, dass die Partnerinnen von beschnittenen Männern höhere HIV-Infektionsraten aufweisen.35



 
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