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Seite 6 von 7 Die ZukunftDie Entwicklung eines Impfstoffes ist die größte Hoffnung für die Lösung der HIV-Epidemie.57 Mehrere Teams von Wissenschaftlern arbeiten daran, Impfstoffe zu entwickeln, die HIV-Infektion verhindern, und andere Impfstoffe, um diejenigen zu behandeln, die bereits infiziert sind.58 Die Tests der Phase II beginnen derzeit.59 Die Bill & Melinda Gates Foundation hat 287 Millionen Dollar für 16 Forschergruppen gespendet, die an einem Impfstoff arbeiten.60
SchlussfolgerungMännliche Beschneidung ist eine hochemotionale Operation, die bei vielen Männern starke Gefühle auslöst,10 insbesondere jenen, die beschnitten wurden,61 wie das bei den meisten Nordamerikanern der Fall ist. Das mit der Operation einhergehende Trauma kann das Bedürfnis auslösen, das Trauma zu wiederholen oder neu zu inszenieren.62 Andere Männer haben möglicherweise das Bedürfnis, ihre eigene Beschneidung durch die Erzeugung von angeblichen Gesundheitsvorteilen zu rechtfertigen.61 Die medizinische Fachliteratur ist voll von angeblichen Schutzeffekten gegen verschiedene Krankheiten, z.B. Geschlechtskrankheiten,63 männliche und weibliche Krebsarten und Harnwegsinfekte.64 All diese Behauptungen wurden wiederlegt. Die RCTs, auf denen die derzeitigen Behauptungen basieren, wurden von Männern durchgeführt, die eine Vorgeschichte als Beschneidungsbefürworter haben. DOC hat nur wenig Vertrauen in solche Studien, insbesondere, da Gegenbeweise existieren.
Männliche Beschneidung erhöht möglicherweise das Übertragungsrisiko vom Mann auf die Frau, was der Reduktion des Übertragungsrisikos von der Frau auf den Mann entgegenwirkt. Ein vorläufiger Bericht bestätigt, dass das Infektionsrisiko für Frauen erhöht ist.65 Ein Beschneidungsprogramm für Männer zu etablieren, ist von zweifelhaftem Nutzen. Es wird wichtige Ressourcen von Maßnahmen abziehen, deren Auswirkung auf die Epidemie erwiesen ist und es kann ein Gefühl von falscher Sicherheit in den Männern auslösen, die beschnitten wurden. Der Empfindungsverlust des Penis wird Männer vermutlich davon abhalten, Kondome zu verwenden. Ein Beschneidungsprogramm für Männer wird die Epidemie höchstwahrscheinlich verschlimmern. Es werden bereits Rufe nach Beschneidung von Kindern laut, obwohl dies (selbst unter der Annahme, dass männliche Beschneidung tatsächlich effektiv für die Bekämpfung von HIV ist) nichts bewirkt, bevor das Kind sexuell aktiv wird. Die nicht-therapeutische Amputation von gesunden Körperteilen von nicht einwilligungsfähigen Kindern ist eine Menschenrechtsverletzung43 und widerspricht der medizinischen Ethik.44 Daher muss die wahre Motivation der Beschneidungsbefürworter in Frage gestellt werden.46 Möglicherweise ist es nicht die Bekämpfung von HIV, sondern das Fortbestehen von routinemäßiger Säuglingsbeschneidung. DOC glaubt, dass größere Betonung von Aufklärung, Verhaltensänderungen wie Abstinenz vor der Ehe, Treue in der Ehe, die Versorgung mit Kondomen, Behandlung von anderen Geschlechtskrankheiten, Behandlung von Genitalgeschwüren, Bekämpfung von Malaria und eine sichere Gesundheitsversorgung sehr viel bessere Chancen hat, zu positiven Ergebnissen zu führen. Die ultimative Antwort sind wahrscheinlich die Impfstoffe, die derzeit entwickelt werden.
Zusammenfassung - die Beweislage ist widersprüchlich - der Schutz gilt nur für heterosexuelle Männer - das Infektionsrisiko für Frauen kann erhöht sein - der Gebrauch von Kondomen wird vermutlich zurückgehen und Aufklärungskampagnen werden untergraben - die für Beschneidung aufgewendeten Ressourcen fehlen für andere Maßnahmen (Aufklärung, Kondome, sichere Gesundheitsversorgung, Impfstoff, Malariabekämpfung) - durch Beschneidung unter unhygienischen Bedingungen kann HIV übertragen werden und es sind hohe Komplikationsraten zu erwarten - Ein Beschneidungsprogramm für Männer wird die HIV-Epidemie in Afrika höchstwahrscheinlich verschlimmern, mit katastrophalen gesundheitlichen und politischen Folgen. - Es ist unmöglich, in Afrika flächendeckend "sichere" Operationen zu garantieren. Es wird schwere Verstümmelungen und Todesopfer durch Beschneidung geben, insbesondere, wenn Säuglinge und Kinder Ziel der Kampagne werden. - Die derzeit in die Erforschung und Umsetzung von Beschneidung investierten Ressourcen sollten für andere, erwiesenermaßen erfolgreiche oder erfolgversprechendere Maßnahmen eingesetzt werden. - Beschneidung von Kindern kann nicht mit HIV-Schutz gerechtfertigt werden und in Industrieländern wie Deutschland macht Beschneidung zum Schutz vor HIV generell keinen Sinn.
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