Montag 24 Juli 2017
Samstag, 17 Januar 2015 00:00

Routinebeschneidung in der DDR?

Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre hat man offenbar versucht, Jungenbeschneidungen auch in der ehemaligen DDR zu etablieren. Tatsächlich wurden als Ergebnis kurzzeitig bestehender Kontakte zwischen der University of Berkeley (Kalifornien) und dem damaligen Volkspolizeikrankenhaus Berlin (heute Bundeswehrkrankenhaus Berlin-Mitte) allein 1959 mindestens 546, insgesamt vermutlich weit über 1.500 neugeborene Berliner Jungen ohne evidenten medizinischen Grund an der Vorhaut beschnitten. Von ihnen wird wohl kaum ein Aufschrei ähnlich dem missbrauchter Jungen in Klöstern und Internaten zu erwarten sein. Man darf davon ausgehen, dass die Betroffenen von diesem „Experiment“ nicht die geringste Ahnung haben.

Die „Rechtfertigung“ dafür war damals so irrational wie heute: Man wolle damit (Penis-) Krebs vorbeugen, heißt es in entsprechenden Unterlagen – einer Krankheit, die extrem selten auftritt und wenn, dann fast ausschließlich im hohen Alter.

Die Beschneidungen in der DDR-Hauptstadt endeten abrupt im Jahre 1962. Die einzige von den Amerikanern zur Verfügung gestellte Gomco-Klemme war irreparabel defekt. Eine Neuanschaffung war wegen der Abschottung der DDR nicht möglich, ein Nachbau ebensowenig.

Ob weitere DDR-Kliniken in dieses „Experiment am lebenden Kind“ eingebunden waren ist derzeit noch unklar. Einiges spricht dafür.

Obwohl Phimose-OP’s in der DDR ohnehin selten vorkamen, sind nach der gescheiterten „Beschneidungsmission“ keine negativen Folgen für nicht beschnittene Jungen und Männer bekannt geworden. Weder Peniskrebs noch andere Krankheiten, denen Beschneidung angeblich vorbeugen soll, traten häufiger auf – im Gegenteil! Glück im Unglück für so manchen später geborenen Berliner Jungen…

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Samstag, 17 Januar 2015 00:00

Dollars und Antifaltencreme aus Babyvorhaut

Ortswechsel. Der Blick über den „großen Teich“, wo in den USA noch immer ca. 50 % aller neugeborenen Jungen sofort nach der Geburt ohne medizinische Indikation und ohne Betäubung beschnitten werden zeigt, wie man aus den Schmerzen neugeborener Jungen ein millionenschweres Geschäft macht.

Babyvorhaut ist ein begehrter „Rohstoff“ für die Pharma- und Kosmetikindustrie. Das Gewebe ist äußerst reproduktiv und mit großer Sicherheit frei von Krankheitserregern. Injizierbares Collagen, gewonnen aus den Vorhäuten neugeborener Jungen, kann die Faltenbildung der alternden Haut vermindern, zum Aufspritzen der Lippen und zur kosmetischen Behandlung von Narben dienen.

Unter dem Namen „Apligraf“ wird weltweit ein Kunsthautprodukt vertrieben, welches ebenfalls aus Babyvorhaut gewonnen wird und den natürlichen Heilungsprozess großflächiger Wunden unterstützt.

Um per Beschneidung an das begehrte Rohmaterial zu kommen, werden amerikanische Jungen gleich nach der Geburt und oftmals ohne Betäubung mit gespreizten Armen und Beinen auf einem sogenannten „Circumstraint“ gefesselt. Dann schiebt der Arzt ein medizinisches Instrument unter ihre mit der Eichel verklebte Vorhaut und schält diese von der Eichel ab. Die Babys können sich bei dieser Tortur nicht bewegen. Sie schreien verzweifelt, einige bekommen Krämpfe. Anschließend wird die Vorhaut der Länge nach aufgeschnitten und entweder durch ein Skalpell oder mittels einer speziellen Klemme entfernt. „Vorhauternte“ nennt das die Pharmaindustrie und behauptet allen Ernstes, das Ausgangsmaterial stamme von „gespendeten“ Vorhäuten neugeborener Jungen.

Es geht nicht um HIV-Prophylaxe, nicht um Vorsorge gegen Peniskrebs, Gebärmutterhalskrebs, Geschlechtskrankheiten oder um Hygiene. Die Beschneidung der Vorhaut hat keine nachweisbaren prophylaktischen Effekte auf die Häufigkeit irgendwelcher Krankheiten – ganz im Gegenteil!

Die Verbreitung derartiger Pseudoweisheiten sowie der Sensibilitätsverlust der Eichel nach einer Beschneidung führen zu einem leichtfertigeren Umgang mit Kondomen und der Verantwortung für die Gesundheit beider Sexualpartner. Hinzu kommen die zahlreichen Risiken und Komplikationen während und nach der OP, vor allem in Ländern mit niedrigem medizinischem Standard.

Worum geht es wirklich? Es geht um einen extrem schmerzhaften Eingriff an den Geschlechtsorganen kleiner Jungen, der möglichst sofort nach der Geburt erfolgen muss, weil der Körperteil, den man den Babys raubt, sich später nicht mehr verkaufen lässt. Es geht um Zeit und es geht um Geld!

Das medizinische Equipment, das für die Beschneidung der Säuglinge benötigt wird, ist teuer und sichert etwa in den USA zahlreiche Arbeitsplätze. Eine sogenannte „Gomco-Klemme“, mit der die zuvor aufgeschnittene Vorhaut vom Penis entfernt wird, kostet im Online-Handel zwischen 50 und 300 $. Die etwas brutalere Mogan-Klemme bringt es bei einem Anbieter auf 326 $. Gepfefferte Preise für ein winziges Stück Metall.

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Freitag, 26 Dezember 2014 00:00

Schmerzhaft. Und schmerzhaft anzusehen

Hatten Sie nach der Operation Schmerzen, Andreas?

Andreas: Die ersten Minuten nach dem Aufwachen sind unangenehm. Man fühlt sich taub und dann kommt das Brennen und ich erinnere mich daran, dass ich ganz dringend auf die Toilette musste, aber nicht durfte. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat dann eine Krankenschwester den Verband recht unsanft (und schmerzhaft) entfernt und ich durfte endlich. Wobei das auch nicht angenehm war, weil es wiederum sehr weh tat und auch blutete. Die Wunde selbst tut einige Tage weh. Auch das Ziehen der Fäden (meist dann ohne Narkose) schmerzt.

Um das, worüber wir reden, besser verstehen zu können, verweisen wir auf ein Internetvideo, das eine Beschneidung zeigt. Es ist unter http://vimeo.com/22940047 zu sehen - und zu hören. Es ist aber nichts für zart besaitete Gemüter. Sven, können Sie etwas zu der Beschneidung im Video sagen?

Sven: Es zeigt eine "routinemäßige" Beschneidung eines Säuglings aus den USA, vermutlich nicht aus religiösen Gründen. Das Baby ist auf einer Plastikschale festgeschnallt und kann dadurch weder Arme noch Beine bewegen. Eine ausreichende Betäubung findet - offensichtlich - nicht statt. Bei ca. 40 Sekunden ist zu sehen, wie die Vorhaut von der Eichel getrennt wird. Dies ist für sich genommen häufig schon recht schmerzhaft. Bei 1:50 wird dann die Vorhaut auf der Oberseite eingeschnitten, was ebenfalls sehr schmerzhaft ist. Im weiteren Verlauf wird die Vorhaut mit Hilfe einer GOMCO-Beschneidungsklemme entfernt und die verbleibenden Hautreste werden aufeinander gepresst. Das Originalvideo dauert gut 13 Minuten und soll dabei auch die Schmerzausschaltung zeigen. Es würde allerdings allein 10 Minuten dauern, bis das Mittel seine Wirkung entfaltet. Das angebliche Schmerzmittel dürfte in Wirklichkeit nur ein Schutz vor Infektionen sein, wie er üblicherweise vor Operationen auf die Haut aufgebracht wird. Das Baby ist also während des kompletten Eingriffes bei vollem Bewusstsein. Es handelt sich jedenfalls um den "ganz normalen Fall" einer US-amerikanischen Säuglingsbeschneidung.

Für mich ist das ein sehr verstörendes Videodokument. Aber ich denke, viele wissen gar nicht, dass eine Beschneidung so abläuft.

Wer kennt sie nicht, Madonna, Pop-Ikone der 80er und 90er Jahre und immer noch! Viele von uns sind mit ihrer Musik groß geworden. Doch nun macht sie Schlagzeilen der ganz anderen Art:

Nachdem sie im Oktober 2006 auf etwas ungewöhnliche Weise zu ihrem Adoptivsohn David gelangt ist, plant sie nun dem Vernehmen nach dessen Beschneidung, wobei sie sich auf eine mystische Tradition (Kabbala) beruft.

Dagegen wenden sich amerikanische Beschneidungsgegner der Organisation NOCIRC nun in einer Petition, die bis zum 10. Januar 2007 mindestens 1.000 Unterschriften erbringen soll.

Ihre Argumente, denen sich Phimose-Info Deutschland voll inhaltlich anschließt:

  • Alle Kinder haben das Recht auf intakte Geschlechtsorgane!
  • Beschneidung ist nicht Teil der Kabbala.
  • Keine nationale Gesundheitsorganisation der Welt empfiehlt die routinemäßige Beschneidung.
  • Nur ein volljähriger und ausreichend informierter Erwachsener kann der Amputation eines seiner EIGENEN Körperteile aus kosmetischen (oder anderen nichtmedizinischen) Gründen wirksam zustimmen.
  • Ein chirurgischer Eingriff an den Genitalien eines Kindes ohne zweifelsfrei medizinische Indikation ist unmoralisch und verändert das spätere Sexualleben, ohne dass der Betroffene dem zustimmen oder die Operation ablehnen konnte.

Madonnas Adoptivsohn stammt aus Afrika, auch der leibliche Vater des Jungen wendet sich gegen die Beschneidung, da die Beschneidung weder mit der malawischen Kultur noch Davids christlicher Taufe in Einklang steht.

Wenn auch Sie Ihre Meinung zur Beschneidung des kleinen Jungen sagen möchten, können Sie hier aktiv etwas tun:
http://www.thepetitionsite.com/takeaction/635240482?ltl=1166470850

Mehr über Madonna: http://de.wikipedia.org/wiki/Madonna_%28K%C3%BCnstlerin%29#Religion

Mehr über die mystische Tradition der Kabbala: http://de.wikipedia.org/wiki/Kabbala

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Die „Madonna–Petition“ - Ihr Ziel hat sie nicht erreicht – jedenfalls nicht, wenn man die angestrebten 1.000 Unterschriften bis zum 10. Januar 2007 als das Ziel versteht

1.000 Unterschriften, die helfen sollten, Madonna zum Nachdenken zu bewegen und das Recht ihres Adoptivsohnes auf intakte Geschlechtsorgane zu respektieren.

Rückblick:

Nachdem Madonna im Oktober 2006 auf etwas ungewöhnliche Weise zu ihrem Adoptivsohn David gelangt ist, plant sie nun dem Vernehmen nach dessen Beschneidung, wobei sie sich auf eine mystische Tradition (Kabbala) beruft.

Dagegen wandten sich u. a. amerikanische Beschneidungsgegner der Organisation NOCIRC. Ihre Argumente, denen sich Phimose-Info Deutschland voll inhaltlich anschließt: Alle Kinder haben das Recht auf intakte Geschlechtsorgane! Beschneidung ist nicht Teil der Kabbala.

Keine nationale Gesundheitsorganisation der Welt empfiehlt die routinemäßige Beschneidung.Nur ein volljähriger und ausreichend informierter Erwachsener kann der Amputation eines seiner eigenen Körperteile aus kosmetischen (oder anderen nichtmedizinischen) Gründen wirksam zustimmen.Ein chirurgischer Eingriff an den Genitalien eines Kindes ohne zweifelsfrei medizinische Indikation ist unmoralisch und verändert das spätere Sexualleben, ohne dass der Betroffene dem zustimmen oder die Operation ablehnen konnte.

Madonnas Adoptivsohn stammt aus Afrika, auch der leibliche Vater des Jungen wendet sich gegen die Beschneidung, da die Beschneidung weder mit der malawischen Kultur noch Davids christlicher Taufe in Einklang steht.Ob sich die Pop-Diva mit den wechselnden religiösen Gefühlen von diesem Aufruf an die Menschlichkeit wird beeindrucken lassen, bleibt abzuwarten.WAS erreicht wurde – und das ist vielleicht mehr wert als Zahlen und Prozente: Die Petition hat gezeigt, welch verheerende Folgen der vermeintlich „kleine und harmlose“ chirurgische Eingriff, genannt Beschneidung oder Zirkumzision, anrichten kann und tagtäglich anrichtet – vor allem dort, wo Jungen immer noch routinemäßig ohne jede medizinische Notwendigkeit an der Vorhaut beschnitten werden, häufig ohne Narkose und manchmal unter katastrophalen hygienischen Bedingungen!

Dass Deutschland als ein Land, in dem zumindest nicht routinemäßig (aber trotzdem viel zu oft) beschnitten wird, den 3. Platz bei der Anzahl der Unterschriften erreichen würde, darf mit Erstaunen zur Kenntnis genommen werden. Hier geht es vor allem immer wieder um völlig übereilte und oft medizinisch unnötige Operationen bei Phimose im Kindesalter.

Offenbar haben immer mehr Kinderärzte aus Deutschland und Österreich eben doch Recht, wenn sie schreiben:

„In Deutschland besteht ein hohes Maß an Unzufriedenheit nach Phimose-Operationen. Ich meine: aus gutem Grund. Denn häufig wird hierzulande zu früh, zu viel und zu "radikal" operiert.

Dr. Martin Lang, Kinder- und Jugendarzt, Augsburg

Und:

„Auch in Österreich ist die Operation bei Phimose/ Paraphimose mit fast 9.400 Eingriffen pro Jahr wahrscheinlich die häufigste chirurgische Intervention …Zieht man die knapp 40.000 männlichen Geburten pro Jahr in Betracht, so ergibt sich eine Rate von Vorhautoperationen von etwa 7% in den ersten vier und etwa 13% innerhalb der ersten neun Lebensjahre. Diese Zahlen erscheinen als eindeutig zu viel. Trotzdem wird die Indikation meist nur wenig hinterfragt, der Eingriff selbst wird häufig als banale Operation abgetan und dem chirurgischen „Schüler“ überlassen.“

Prim. Univ.-Doz. Dr. Michael Rauchenwald, Vorstand der Abteilung für Urologie und Andrologie, Donauspital, Wien, Quelle: universimed.com

Hier nun einige ins Deutsche übersetze Kommentare Betroffener, die z. T. noch Jahrzehnte nach der vermeintlich „harmlosen“ OP unter deren Folgen zu leiden haben:

Beschnitten und wütend.

(57    Männlich    Kanada)

Beschnitten - und ich werde meine Söhne NICHT beschneiden lassen!!! Es ist eine barbarische Praktik OHNE echten Grund!!! Religion ist der schlimmste "Grund". Es ist Kindesmissbrauch.

(23    Männlich    Kanada)

Ich wurde sexuell verstümmelt (beschnitten). Ich habe mein ganzes Leben an Depressionen gelitten und verleugne meine Eltern.

(Männlich    Kanada)

Ich wurde als Erwachsener beschnitten, aber ich bedauere es, weil ich eine Menge Sensitivität verloren habe. Ich habe versucht, meine Vorhaut wieder zu verlängern, weil ich verstanden habe, dass es am besten ist, sie intakt zu haben. Ich empfehle niemandem, die Operation machen zu lassen, an sich oder Kindern!!

(45    Männlich    South Africa)

Intakt. Die Vorhaut ist der sensitivste Teil meines Penis und ich bin sehr froh, dass meine Eltern sie nicht abgeschnitten haben.

(40    Männlich    UK)

Als Hebamme mit 30 Jahren Erfahrung habe ich nicht nur das psychologische, sondern auch das medizinische Trauma der Beschneidung gesehen.

(53    Weiblich    USA)

Meine beiden Söhne sind nicht beschnitten, und auch die Zwillinge, die ich in mir trage, werden es nicht sein. Mein Mann, ein Opfer von routinemäßiger Neugeborenenbeschneidung, fängt jetzt mit der Vorhaut-Restoration an.

(31    Weiblich    USA)

Beschnitten, restorierend. Ich würde meine Kinder NIE beschneiden lassen und versuche immer, mit den Leuten über die extrem negativen Seiten der Beschneidung zu reden. Es ist ein Skandal, dass Kinder beschnitten werden.

(Männlich    USA)

Ich habe es mit meinem Sohn gemacht und es tut mir leid.

(Weiblich    USA)

Ich habe 3 Söhne, 27, 20 und 18 Jahre als – keiner wurde beschnitten und alle sind darüber glücklich.

(55    Weiblich    USA)

Ich arbeite mit Neugeborenen und habe ihre Stimme gehört und weiß, wie sehr sie es genießen, mit ihrem vollständigen Körper zu leben. Jeder zieht bei der Geburt Genuss und Vollständigkeit dem Schmerz vor. Die Vorhaut hat einzigartige Nervenenden, die man nirgendwo sonst im Körper findet.

(63    Weiblich    USA)

Intakte Mutter eines intakten Sohnes und einer intakten Tochter. Mein ältester Sohn ist beschnitten und musste im Januar 2006 operiert werden, um eine Meatusstenose zu beheben (Narbengewebe, dass die Harnröhre überdeckt und verengt). Er konnte nicht richtig urinieren und hat nie verstanden, dass er ein Problem hatte, bis er nach der Operation ohne Blutung, Schmerzen und "zweigeteiltem Strahl" urinieren konnte. Diese Krankheit ist bei beschnittenen Jungen sehr häufig.

(27    Weiblich    USA)

Ich bin Mutter von zwei Söhnen. Mein 19jähriger ist mein biologischer Sohn und mein 8jähriger wurde mit 3 Wochen von mir adoptiert. BEIDE Söhne sind intakt, gesund, und froh darüber, dass sie alle Körperteile haben, mit denen sie geboren wurden.

(48    Weiblich    USA)

Verheiratet mit einem INTAKTEN Mann. Yeah! Ich danke seiner Mutter jeden Tag.

(26    Weiblich    USA)

Selbst – vier Dammschnitte. Zwei Töchter intakt. Ein Sohn beschnitten, einer intakt, weil es mein schlimmstes Erlebnis war, die Beschneidung des ersten zu sehen. Als es einmal begonnen hatte, konnte ich es nicht stoppen.

(50    Weiblich    USA)

Wir sind jüdisch und haben dennoch 3 intakte Söhne.

(Weiblich    USA)

Kurz nach der Geburt beschnitten und ich wünsche mir intensiv, dass es nicht so wäre.

(49    Männlich    USA)

Beschnitten, aber meine Kinder sind es nicht.

(Männlich    USA)

Beschnitten, aber ich restoriere meine Vorhaut.

(45    Männlich    USA)

Beschnitten. Ich bezahle immer noch den Preis für die schlechte Entscheidung meiner Mutter und ihre Weigerung, auf die Weisheit ihrer Mutter zu hören.

(40    Männlich    USA)

Beschnitten. Ich habe ab der Geburt 12 Jahre lang darunter gelitten, dass ich den Schock und den Schmerz meiner frühesten Erinnerung noch einmal durchlebte. Diese Erinnerung ist und bleibt die grausame Folter bei meiner Beschneidung am Tag meiner Geburt. Mein Psychiater versichert mir, dass ich mich nicht bewusst so weit zurückerinnern kann. Aber er versichert mir auch, dass mein Körper sich an das Trauma, den Schmerz und den Schock erinnert.

(40    Männlich    USA)

Einem Baby das anzutun verurteilt ihn zu einem Sexualleben zweiter Klasse, das allmählich abnehmen wird, während ihn seine Lust verlässt.

(64    Männlich    USA)

Aus welchem Grund auch immer ließen mich meine Eltern mit 3 Jahren beschneiden. Als ich in der ersten Klasse meine erste Vorhaut sah, war ich sehr neidisch. Manche Kinder hatten etwas, das ich nicht hatte. Also hasste ich es, beschnitten zu sein. Als unser Sohn geboren wurde, sagte ich "NEIN!", und so hat er, jetzt ein Teenager, seine Vorhaut behalten. In den Elternkursen waren fast alle Jungen beschnitten und ich sah einige verpfuschte Penisse. Eine Menge verpfuschter Penisse. Zu viel Haut abgeschnitten, Hautbrücken, Kerben in der Eichel, Anzeichen von Infektion. Diese Kinder, inklusive mir, müssen damit leben.

(56    Männlich    USA)

Ich habe mit dem Restorieren angefangen. Ich habe meine Beschneidung in der Rückführungstherapie noch einmal durchlebt. Der Schmerz ist vergraben, aber beeinträchtigt einen Menschen das ganze Leben lang auf unterschiedliche, tückische Weise: Untergräbt das Selbstvertrauen und die sexuelle Zuversicht, zerstört Beziehungen, vermindert die Fähigkeit, sexuellen Genuss zu geben und zu empfangen.

(61    Männlich    USA)

Ich bin dabei, meine Vorhaut zu restorieren. Ich konnte nicht glauben, wie viel Sensitivität innerhalb von vier Tagen in meine Eichel zurückkehrte!

(51    Männlich    USA)

Als jüdisches Kind hatte ich eine "Bris" und bin verletzt durch den gewaltsamen Akt, der an mir verübt wurde, als ich ein hilfloses Baby war.

(52    Männlich    USA)

Mir wurde als Baby eine Menge Vorhaut abgeschnitten und habe sogar heute noch schmerzhafte Erektionen. Der Arzt hatte keine Ahnung, wie viel er abschneiden sollte.

(21    Männlich    USA)

Ich wurde als Kind gegen meinen Willen beschnitten, in Einklang mit der jüdischen Tradition, und habe deswegen großes körperliches und seelisches Trauma durchgemacht. Ich habe meinen Eltern nie verziehen, dass sie mir das Recht auf einen vollständig funktionierenden Penis genommen haben, und hege Wut auf meine Familie und die Religion, die mir das für den Rest meines Lebens angetan hat.

(20    Männlich    USA)

Ich wurde als Baby beschnitten und habe unter sehr schmerzhaften Erektionen gelitten, weil die Haut so gespannt war. Es ist tragisch, dass so viele es nicht abwarten können, ihren Söhnen das anzutun, als ob ein natürlicher, unveränderter Penis etwas verabscheuungswürdiges ist und einen Eingriff des Notarztes erfordert, als wäre es ein Herzinfarkt.

(56    Männlich    USA)

Ich wurde vor 50 Jahren im Alter von 6 Jahren beschnitten. Die Reibung an meiner Kleidung irritiert mich immer noch und macht körperliche Aktivität schmerzhaft. Ein häufiges Problem ist auch ein verzögerter Orgasmus. Ich fange mit Vorhaut-Restoration an.

(56    Männlich    USA)

Ich wurde genitalverstümmelt und bin sauer, dass mir der lustempfindlichste Teil meines Körpers ohne meine Erlaubnis weggenommen wurde.

(28    Männlich    USA)

Ich wurde als Baby von einem Mohel straff beschnitten. Ich restoriere. Meine Beschneidung hat mir schwere unterschwellige sexuelle und emotionale Funktionsunfähigkeit verursacht.

(62    Männlich    USA)

Ich bin beschnitten und habe mit 40 Jahren Probleme mit dem Orgasmus bekommen. Ich habe mich über Vorhautrestoration informiert und habe einen Teil des Gefühls in meinem Penis zurück gewonnen, aber ich wünschte, dass ich nie beschnitten worden wäre.

(Männlich    USA)

Restoriert. Nicht annähernd so gut wie das Original. Spezialisierte Nervenenden können nicht regenerieren. Beschneidung, Vorhautamputation, ist eines dieser Dinge, die, sind sie einmal geschehen, nie rückgängig gemacht werden können.

(42    Männlich    USA)

„Ein Freund von mir ließ seinen Sohn beschneiden. Es war das erste Mal, dass ich das grausame Resultat der massiven Verstümmelung sah.“

(42, weiblich, Deutschland)

Zahlen und Fakten

Die Petition an Madonna hatte zum Stichtag am 10.1.2007 564 auswertbare Unterschriften aus 30 Ländern. 37 davon stammten aus Deutschland; plus je 2 weitere aus Österreich und der Schweiz sowie aus Spanien mit eindeutig deutschen Namen, also insgesamt 43 deutschsprachige Unterschriften.

33 (77%) der deutschsprachigen Unterschriften kamen, nachdem die Information über die Petition auf Phimose-Info Deutschland gestellt wurde.

Die Länder-Rangliste wird angeführt von den USA mit 73%. Danach folgen Kanada mit 8,3%, Deutschland mit 6,5%, UK mit 2,3% und Australien mit 1,4%. Damit reiht sich Deutschland ganz vorne mitten unter die Länder ein, in denen routinemäßige Neugeborenenbeschneidung praktiziert wird/wurde und die daher bereits eine sehr viel längere und intensivere Geschichte von Beschneidungskritik haben.

Es überwiegen Unterschriften aus Ländern, wo Neugeborene routinemäßig beschnitten wurden oder werden (87% zu 13%). Es gibt keine Unterschriften aus Ländern mit religiöser Beschneidungstradition (muslimische Länder, Israel), aber einige Unterschriften von nordamerikanischen Juden. Überraschenderweise über-wiegen die Unterschriften von Frauen mit 63% gegenüber 37% Männern. Aus Deutschland allerdings überwiegen die männlichen Unterschriften mit 25 zu 12. Ansonsten gibt es nur in Österreich, Belgien, Italien, Jamaika, Südafrika und Spanien ein Männer-übergewicht. Die Dominanz der Frauen kommt vor allem durch die Länder zustande, die Säuglinge beschneiden (65% Frauen, 35% Männer), während in Ländern ohne solche "Tradition" das Geschlechterverhältnis etwa ausgeglichen ist (48% Frauen, 52% Männer). Das liegt vermutlich daran, dass in ersteren Ländern insbesondere Mütter mit den unmittelbaren Auswirkungen der Beschneidung konfrontiert sind bzw. ihre Babys davor schützen wollen. Es überwiegt die Altersgruppe der 30-40jährigen (26%). Dabei sind die Frauen tendenziell jünger (20-30, gefolgt von 30-40, zusammen 55%) als die Männer (50-60, aber nur knapp vor den 30-40 und 40-50jährigen, zusammen 69%). Auch dies spricht dafür, dass bei den Frauen vor allem junge Mütter betroffen und Gegnerinnen sind. Bei den Männern könnte es ein Hinweis darauf sein, dass die negativen Folgen einer in der Kindheit vorgenommenen Beschneidung vor allem in der zweiten Lebenshälfte wahrgenommen werden und dann zur Ablehnung von Beschneidung führen.

Freigegeben in Intaktivismus

Im Fall "Misha" hat jetzt das Oberste Gericht des Staates Oregon (USA) die Beschneidung des 12jährigen Jungen vorläufig verboten. Es sei unklar, ob der Eingriff dem Willen des Kindes entspreche. Die nicht sorgeberechtigte Mutter hatte mit Hilfe der Organisation "Doctors Opposing Circumcision" (DOC) den Vater verklagt, weil dieser seinen Sohn aus religiösen Gründen beschneiden lassen will, was sie ablehnt

Nach Aussagen der Mutter hatte Misha geäußert, dass er nicht beschnitten werden möchte, aber Angst hat, seinem Vater dies zu sagen.

Der vor einiger Zeit zum Judentum konvertierte Vater behauptet hingegen, dass Misha selbst die Beschneidung wünscht. In zwei Instanzen wurde dem sorgeberechtigten Vater das Recht zugesprochen, über die Beschneidung seines Sohnes zu entscheiden, wobei das Recht des Jungen auf einen unversehrten Körper zu keinem Zeitpunkt einer Rolle gespielt hat. Misha wurde wie ein Gegenstand zwischen den widerstreitenden Interessen seiner geschiedenen Eltern hin- und her gezerrt.

Die vorläufige Entscheidung der Richter lässt nunmehr aufhorchen:

Grundsätzlich, so das Oberste Gericht, sei es zwar das Recht des sorgeberechtigten Elternteils, über die Beschneidung eines männichen Kindes zu entscheiden. Erstmals räumen die Richter aber implizit ein, dass auch ein Minderjähriger, der sich selbst äußern kann, ein Mitspracherecht hat.

Da Misha bisher von niemandem nach seiner Meinung gefragt wurde, soll nun eine besondere richterliche Befragung herausfinden, wie Misha selbst über seine geplante Beschneidung denkt.

Ob der Junge den Mut haben wird, nach all dem psychischen Stress vor einer für ihn völlig fremden Autorität frei zu reden, bleibt abzuwarten.

Bitterer Beigeschmack:

Wieder einmal zeigt sich, dass die Beschneidung eines Jungen auch ohne medizinische Notwendigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung als „normal“ empfunden wird, obwohl dieser Eingriff zu bleibenden physischen und psychischen Schäden und einer mitunter erheblichen Einschränkung der normalen männlichen Sexualität führen kann.

Nicht zuletzt geht es in diesem auf den ersten Blick bizarr anmutenden Prozess um die Frage, was schwerer wiegt: das Menschenrecht eines Kindes auf einen gesunden, vollständigen, unversehrten Körper – oder der Jahrtausende alte „Befehl“ eines Gottes, der sich selbst als Gott der Nächstenliebe feiern lässt, aber verlangt, dass Jungen ohne vernünftigen Grund ein Teil ihrer Geschlechtsorgane entfernt wird.

Freigegeben in Internationale Meldungen

"In den USA wird die Beschneidung häufig bei Neugeborenen vorgenommen, um Krankheiten aufgrund von mangelnder Hygiene vorzubeugen"

(Infokasten der Frankfurter Rundschau, 28.06.2012)

"Zudem sei wissenschaftlich erwiesen, dass eine medizinisch fachgerechte Beschneidung nur Vorteile für die Kinder und späteren Erwachsenen mit sich bringe."

(Aiman Mazyek, Vorsitzender Zentralrat der Muslime in Deutschland)

"Die Entfernung der Vorhaut habe hygienische Vorteile und vermindere die Übertragung von Infektionen."

(Ali Demir, Landesvorsitzender Baden-Württemberg der Religionsgemeinschaft des Islam)

"Der Eingriff habe auch medizinische Vorteile, etwa der Schutz vor Aids, Phimose (Vorhautverengung) sowie Unterleibskrebs bei Frauen und sei auch unter Nichtjuden verbreitet."

(David Goldberg, orthodoxer Rabbiner in Hof)

Kommentar:

Sowohl die mangelnde Hygiene bei vorhandener Vorhaut als auch der prophylaktische Effekt der Entfernung derselben sind urbane Mythen, die seit Jahrzehnten propagiert werden, um Beschneidung zu rechtfertigen und aufrechtzuerhalten. Bei genauer Betrachtung fallen das Argumentationsgebäude und die Beweislage pro Beschneidung jedoch in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Die reale Häufigkeit der betreffenden Krankheiten bei Bevölkerungsgruppen bzw. in Ländern, die Beschneidung praktizieren oder nicht, spiegelt den "Schutzeffekt" der Beschneidung meist nicht wider. Und beispielsweise die niedrigeren Raten von Gebärmutterhalskrebs unter jüdischen Frauen, früher der Beschneidung ihrer Partner zugeschrieben, werden inzwischen von israelischen Forschern auf genetische Ursachen zurückgeführt.

Doch selbst wenn die Schutzwirkung der Beschneidung für bare Münze genommen werden könnte, stellt sich immer noch die prinzipielle Frage, warum zum Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bereits Säuglinge und Kinder beschnitten werden müssen, die noch viele Jahre nicht sexuell aktiv sein werden. Außerdem bietet die moderne Welt mit fließendem Wasser, Kondomen und Impfungen inzwischen wesentlich weniger einschneidende Methoden, deren prophylaktische Effektivität zudem sicher belegt ist. Oder bewegen wir uns etwa auf dem Niveau, dass Jungen und Männer von Natur aus schmutzig und verantwortungslos sind?

Im Übrigen ist auch die berüchtigte Phimose (Vorhautverengung) bei Anwendung fortschrittlicher, evidenzbasierter Medizin in den seltensten Fällen ein Grund für eine Beschneidung. In den meisten Fällen verwächst sich die Verengung spätestens im Lauf der Pubertät von selbst, ansonsten können ca. 80% der Fälle erfolgreich durch eine schmerz- und risikolose Behandlung mit Salben und Dehnübungen therapiert werden. Sollte eine Operation wirklich unvermeidbar sein, stehen moderne Verfahren zur Verfügung, bei denen die Vorhaut vollständig erhalten bleibt.

Was man ebenfalls wissen sollte:

Die Beschneidung (sowohl von Jungen als auch zeitweise von Mädchen!) in den USA begann vor ca. 150 Jahren nicht etwa als medizinisch-hygienische Maßnahme, sondern als Methode, um die damals verpönte Selbstbefriedigung zu erschweren und zu bestrafen. Damals wusste man noch, was man heute abzustreiten und zu vergessen versucht, nämlich dass die Vorhaut ein für das sexuelle Empfindungsvermögen essentieller Bestandteil der männlichen Genitalien ist, dessen Entfernung wesentliche negative Konsequenzen für die Sexualität hat. Alle modernen Argumente für eine Beschneidung, seien es Krebsvorsorge oder HIV-Schutz, wurden erst nachträglich zur Unterfütterung der bereits existierenden Beschneidungspraxis aufgebaut.

Weiterhin trifft es aktuell auch nicht mehr zu, dass in den USA die meisten Jungen beschnitten werden. Nachdem die Beschneidungsraten Ende der 1970er Jahre einmal weit über 90% lagen, werden inzwischen glücklicherweise nur noch deutlich weniger als die Hälfte der amerikanischen Jungen Opfer der - übrigens meist ohne (ausreichende) Betäubung durchgeführten - "routinemäßigen Säuglingsbeschneidung". Angesichts der sehr starken gesellschaftlichen Beharrungskräfte bei männlicher Beschneidung ist dies wirklich eine beeindruckende Entwicklung.

In den USA fand in den letzten Jahrzehnten also nicht nur eine Kritik seitens unbedeutender Randgruppen statt, sondern ein massives gesamtgesellschaftliches Umdenken, basierend auf der Erkenntnis, dass Säuglingsbeschneidung bestenfalls medizinisch-hygienisch unsinnig und schlimmstenfalls eine brutale Menschenrechtsverletzung ist.

In anderen Ländern, die einmal die routinemäßige Säuglingsbeschneidung praktizierten, wie Kanada, Australien, Neuseeland und Großbritannien, sind die Raten noch stärker und teilweise so tief gefallen, dass diese Praktik dort als abgeschafft betrachtet werden kann.

Freigegeben in Rituelle Beschneidung
Mittwoch, 30 Juli 2014 00:00

Was ist Säuglingsbeschneidung?

Die Säuglingsbeschneidung ist eine vor allem in den USA verbreitete „prophylaktische“ und radikale Beschneidung der Vorhaut bei männlichen Säuglingen meist unmittelbar nach der Geburt. Medizinische Gründe, die eine vorsorgliche Beschneidung rechtfertigen, gibt es nicht. Der ursprüngliche Anlass für diese Praktik bestand in einer Bestrafung und Erschwerung der damals unerwünschten Masturbation. Die später als Rechtfertigung herangezogenen Vermutungen, ein beschnittener Penis sei hygienischer bzw. durch eine Beschneidung könnten Penis- und Gebärmutterhalskrebs verhindert werden, haben sich als haltlos erwiesen.

Aktuell werden etwa 60 % der US-amerikanischen Jungen beschnitten.

Die Beschneidung erfolgt oft unmittelbar nach der Geburt. Die Jungen werden dazu oft gar nicht oder nur unzureichend betäubt.

Die Beschneidung ist für das Baby sehr schmerzhaft.

Der Junge wird mit weit gespreizten Beinen rücklings auf eine spezielle Unterlage gelegt und mit Klettbändern an Armen und Oberschenkeln „auf der Unterlage befestigt“, damit er sich nicht bewegen kann.

Bei dem, was nun geschieht, schreien viele der kleinen Jungen verzweifelt, manche sind jedoch sehr still, weil sie in einen komaähnlichen Schockzustand verfallen – eine Schutzreaktion des Gehirns bei extremen Schmerzen.

Zuerst wird die bei kleinen Jungen verklebte Vorhaut von der Eichel gelöst, wobei die empfindliche Eicheloberfläche nicht selten erheblich verletzt wird. Fast alle männlichen Babys haben eine natürliche Vorhautverengung. Daher lässt sich ihre Vorhaut auch nach Lösen der Verklebung nicht zurückziehen und die Vorhaut muss mit einem Skalpell oder einer Schere längs bis zum hinteren Eichelrand aufgeschnitten werden. Nun wird die Vorhaut vollständig nach hinten gezogen und mittels spezieller Beschneidungsinstrumente abgeklemmt und abgetrennt.

Beispiel: Beschneidung mit Gomco-Klemme

Diese Operation dauert ca. 10 – 20 min. – länger, als Du brauchst, um diesen Text zu lesen. Der Junge ist während der ganzen Zeit bei vollem Bewusstsein – sofern er nicht bereits vor Schmerz in Ohnmacht gefallen ist!

Die aufgeschnittene Vorhaut wird hinter die Eichel zurückgezogen, so dass die Eichel vollständig frei liegt. Nun wird eine kleine Metallglocke über die Eichel gestülpt und die Vorhaut darüber wieder nach vorn gezogen und an der Spitze befestigt, damit sie nicht mehr nach hinten rutschen kann und straff über die Glocke gespannt bleibt.

Dann wird ein Metallring über die Glocke geschoben. Jetzt befindet sich die Glocke unter der Vorhaut, während der Metallring den Penis von außen „festhält“.

Die Klemme kann durch eine Stellschraube so angezogen werden, dass ihr Durchmesser kleiner wird und die Vorhaut mit hohem Druck auf die Oberfläche der Glocke gepresst wird. Diesen Zustand muss der Junge ca. 5 min. ertragen – danach ist die Blutversorgung der Vorhaut komplett unterbrochen.

Schließlich wird die Vorhaut in Höhe des hinteren Eichelrandes mit einem Skalpell abgeschnitten und die Klemme sowie die Glocke danach entfernt.

Mitunter ist nun noch ein weiterer Schnitt erforderlich, um den Rest des Vorhautbändchens an der Unterseite der Eichel zu entfernen.

Freigegeben in Die Vorhaut von A bis Z

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