Sonntag 30 April 2017

Das spektakuläre Urteil des Kölner Landgerichtes über die Strafbarkeit von Beschneidungen bei Jungen hat die Politik aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen. Im Gegensatz zur Beschneidung von Mädchen, will die Politik die Beschneidung von Jungen legalisieren. Dabei überrascht, wie schnell die Politik bei der Hand ist, das Recht auf körperliche Unversehrtheit von Jungen beschneiden zu wollen. Als die Politiker/innen aus dem Urlaub zurückkehren mussten, um über den EFSF zu entscheiden, hat der Bundestag, kurzerhand, quasi aus dem Stegreif, auch eine Resolution für die Beibehaltung der Beschneidung bekanntgegeben. Eine echte Abwägung, eine Diskussion, fand nicht statt. Lediglich bei den Linken kann man derzeit Versuche erkennen, das Menschenrecht von Jungen in der Diskussion ausreichend zu gewichten.

Wieder einmal zeigt sich die ausgeprägte Doppelmoral der Politik in Sachen Gleichberechtigung. Gleichberechtigung ist und bleibt eine Einbahnstraße, bei der die Jungen am falschen Ende stehen.
Gerade weil die Doppelmoral der Politik hier so offensichtlich ist, grassieren die absurdesten „Argumente“ von Beschneidungsbefürwortern. Umso wichtiger ist es, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden.

MANNdat hat deshalb mit zwei Betroffenen geredet, zwei Männer, die in ihrer Kindheit beschnitten wurde, allerdings nicht aus religiösen Gründen. Einer der beiden ist ein absoluter Kenner der Szene. Die Interviewpartner sind MANNdat bekannt, möchten im Interview jedoch anonym bleiben. Dies ist auch verständlich, nachdem selbst die Bundeskanzlerin die Beschneidungskritiker öffentlich herab kanzelte, als sie Deutschland als „Komikernation“ sehe, wenn es in Deutschland keine blutigen religiösen Initiationsrituale bei männlichen Minderjährigen mehr gäbe.

Wir haben die beiden Betroffenen Andreas und Sven genannt. Die Namen sind frei erfunden.

Das Gespräch führte Dr. Bruno Köhler.

Im Fall "Misha" hat jetzt das Oberste Gericht des Staates Oregon (USA) die Beschneidung des 12jährigen Jungen vorläufig verboten. Es sei unklar, ob der Eingriff dem Willen des Kindes entspreche. Die nicht sorgeberechtigte Mutter hatte mit Hilfe der Organisation "Doctors Opposing Circumcision" (DOC) den Vater verklagt, weil dieser seinen Sohn aus religiösen Gründen beschneiden lassen will, was sie ablehnt

Nach Aussagen der Mutter hatte Misha geäußert, dass er nicht beschnitten werden möchte, aber Angst hat, seinem Vater dies zu sagen.

Der vor einiger Zeit zum Judentum konvertierte Vater behauptet hingegen, dass Misha selbst die Beschneidung wünscht. In zwei Instanzen wurde dem sorgeberechtigten Vater das Recht zugesprochen, über die Beschneidung seines Sohnes zu entscheiden, wobei das Recht des Jungen auf einen unversehrten Körper zu keinem Zeitpunkt einer Rolle gespielt hat. Misha wurde wie ein Gegenstand zwischen den widerstreitenden Interessen seiner geschiedenen Eltern hin- und her gezerrt.

Die vorläufige Entscheidung der Richter lässt nunmehr aufhorchen:

Grundsätzlich, so das Oberste Gericht, sei es zwar das Recht des sorgeberechtigten Elternteils, über die Beschneidung eines männichen Kindes zu entscheiden. Erstmals räumen die Richter aber implizit ein, dass auch ein Minderjähriger, der sich selbst äußern kann, ein Mitspracherecht hat.

Da Misha bisher von niemandem nach seiner Meinung gefragt wurde, soll nun eine besondere richterliche Befragung herausfinden, wie Misha selbst über seine geplante Beschneidung denkt.

Ob der Junge den Mut haben wird, nach all dem psychischen Stress vor einer für ihn völlig fremden Autorität frei zu reden, bleibt abzuwarten.

Bitterer Beigeschmack:

Wieder einmal zeigt sich, dass die Beschneidung eines Jungen auch ohne medizinische Notwendigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung als „normal“ empfunden wird, obwohl dieser Eingriff zu bleibenden physischen und psychischen Schäden und einer mitunter erheblichen Einschränkung der normalen männlichen Sexualität führen kann.

Nicht zuletzt geht es in diesem auf den ersten Blick bizarr anmutenden Prozess um die Frage, was schwerer wiegt: das Menschenrecht eines Kindes auf einen gesunden, vollständigen, unversehrten Körper – oder der Jahrtausende alte „Befehl“ eines Gottes, der sich selbst als Gott der Nächstenliebe feiern lässt, aber verlangt, dass Jungen ohne vernünftigen Grund ein Teil ihrer Geschlechtsorgane entfernt wird.

Freigegeben in Internationale Meldungen
Montag, 22 Dezember 2014 00:00

Versteckspiel mit Spiegel

Mit 14 oder 15 Jahren war das „Versteckspiel“ plötzlich vorüber

Durch Zufall lernte ich einen Jungen kennen, der mir eines Tages völlig überraschend erklärte, dass man ihn - vermutlich erst kurz zuvor - beschnitten hatte.

Ob das ein Problem für ihn war, weiß ich nicht. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern, wie wir überhaupt auf dieses Thema gekommen sind. Für mich war es, als hätte jemand einen Spiegel zwischen uns gestellt. Als er erfuhr, dass man auch mir die Vorhaut abgeschnitten hatte, schloss er einfach die Tür zu und zog Jeans und Slip runter. Auch ihm hatten sie die Vorhaut komplett entfernt.

"Zeig her! Wie schlimm ist es bei Dir?" Ich hatte plötzlich kein Problem mehr damit, ihm zu zeigen, wie "schlimm" es bei mir war...

Freigegeben in Gefangen in Schweigen

Spätestens seit ich mit etwa 10 oder 11 Jahren sexuell aufgeklärt war habe ich Familienfeiern und die bei solchen Gelegenheiten zu erwartenden doppelsinnigen Gespräche gehasst, obwohl ich mich nur an eine einzige Szene wirklich erinnere, bei der ich das Gefühl hatte, vor Wut explodieren zu müssen.

Anlässlich meines Geburtstages war wieder einmal Gelegenheit, meine Kinderkrankheiten ausführlich zu erörtern. Aus dem Munde meiner Mutter erfuhren Tanten und Großtanten auf ihre besorgten Fragen, dass ich seit der OP „da unten“ keine Probleme mehr hatte. Klar, es war ja auch nix mehr vorhanden, das Probleme hätte bereiten können! Es hätte nur noch gefehlt, dass sie von mir verlangten, die Hosen runter zu lassen, damit sie sich das mal anschauen können.

Am liebsten wäre ich im Boden versunken und auch meiner Mutter war diese taktlose Fragerei unangenehm, aber es kam noch schlimmer:

Bei Erdbeertorte mit Schlagsahne kamen meine Geburtstagsgäste überein, dass es wohl das Beste wäre, den „Schmutzfinken“ von gegenüber (gemeint war ein Junge aus der Nachbarschaft) und vor allem den behinderten Jungen aus der F-Straße, einen Sonderschüler, „vorsorglich“ beschneiden zu lassen – aus hygienischen Gründen, weil die beiden sich „da unten“ ganz bestimmt sowieso nicht ordentlich waschen! Außerdem könne die Mutter ja nicht ewig „kontrollieren“. Alle nickten eifrig und Tante Elly fuchtelte mit der Kuchengabel herum, als wolle sie den Beschluss sofort in die Tat umsetzen.

So war das also:

Behinderte und Jungen, die sich nicht ordentlich waschen, werden beschnitten. Beschneidung als Strafe!

Die Worte waren mir nicht neu: Mein Bruder musste sich das eine Zeit lang ständig anhören.

Der beschnittene Bruder als "schlechtes Beispiel" für den unbeschnittenen!

Ich war mir keiner Schuld bewusst. Gefühlt habe ich mich trotzdem wie ein ertappter und gebrandmarkter Übeltäter!

Das diffuse Gefühl, dass irgendjemand irgendwann etwas mit mir gemacht hat, was mich gegenüber gleichaltrigen Jungen und selbst gegenüber meinem jüngeren Bruder abwertet, war immer da – mal mehr, mal weniger.

Dieses kleine Stück Haut, das mir fehlte, bewirkte also, dass ich in den Augen der anderen kein richtiger Junge mehr war!

Manchmal habe ich mich selbst verachtet, wenn ich z. B. beim Baden meinen Penis sah. Warum war das ausgerechnet mir passiert? Hatte ich etwas falsch gemacht und wurde deshalb beschnitten?

Freigegeben in Gefangen in Schweigen
Sonntag, 21 Dezember 2014 00:00

Zu Hause

In Gesprächen mit meinen Eltern ist das Thema Beschneidung niemals vorgekommen. Bis zur Pubertät wusste ich nicht einmal, was die Worte "Beschneidung" und "Phimose" überhaupt bedeuten. Mein Problem als Kind war nicht die Beschneidung an sich, sondern fehlendes Wissen und Selbstbewusstsein, das Unvermögen, sich zur Wehr zu setzen oder gar selbst offensiv aufzutreten. Ich hatte keine Antworten auf diese Hänseleien und so hat sich das „hochgeschaukelt“, ist immer mal wieder passiert. Den genauen Grund für meine Beschneidung kannte ich auch nicht. Die Erwachsenen haben geschwiegen, sicher nicht in böser Absicht – sie haben eben einfach nicht gemerkt, wie mies ich mich oft gefühlt habe, weil ich glaubte, „kein richtiger Junge“ mehr zu sein. Der Arzt hatte ihnen vermutlich das Gleiche gesagt, was er mir …zig Jahre später auch sagte: „Das sieht doch sehr gut aus – eine hervorragende Arbeit!“ Das mag ja zutreffen – „operationstechnisch“ gesehen. Mein Problem damals war aber psychischer Natur – und das ist (auch heute!) einfach nicht vorgesehen – weder im Aufklärungsgespräch noch in der schriftlichen Patienteninformation.

Geärgert und geschämt habe ich mich, wenn sich meine Eltern mit Bekannten über meine Beschneidung unterhielten. Erst gab es mitleidige Blicke, dann jenen Satz, den ich so ähnlich auch heute noch manchmal im Zusammenhang mit Phimose höre:

„Das ist sicher das Beste für den Jungen. Da hat er wenigstens seine Ruhe!“

Ruhe“? Welch ein Hohn! Manchmal war ich richtig wütend: Sie reden immer nur von früher. Sie reden nicht von heute und nicht mit mir und schon gar nicht über den ganzen Mist, den mir diese "Abschneiderei" eingebracht hat.

"Stell dich nicht so an - das haben viele Jungen!" hat mal eine Krankenschwester in der Klinik zu mir gesagt, nachdem ich mich bei einer Untersuchung "da unten" nicht ausziehen wollte. Den ersten dieser "vielen Jungen" habe ich allerdings erst mit 14 kennen gelernt.

Freigegeben in Gefangen in Schweigen

"In den USA wird die Beschneidung häufig bei Neugeborenen vorgenommen, um Krankheiten aufgrund von mangelnder Hygiene vorzubeugen"

(Infokasten der Frankfurter Rundschau, 28.06.2012)

"Zudem sei wissenschaftlich erwiesen, dass eine medizinisch fachgerechte Beschneidung nur Vorteile für die Kinder und späteren Erwachsenen mit sich bringe."

(Aiman Mazyek, Vorsitzender Zentralrat der Muslime in Deutschland)

"Die Entfernung der Vorhaut habe hygienische Vorteile und vermindere die Übertragung von Infektionen."

(Ali Demir, Landesvorsitzender Baden-Württemberg der Religionsgemeinschaft des Islam)

"Der Eingriff habe auch medizinische Vorteile, etwa der Schutz vor Aids, Phimose (Vorhautverengung) sowie Unterleibskrebs bei Frauen und sei auch unter Nichtjuden verbreitet."

(David Goldberg, orthodoxer Rabbiner in Hof)

Kommentar:

Sowohl die mangelnde Hygiene bei vorhandener Vorhaut als auch der prophylaktische Effekt der Entfernung derselben sind urbane Mythen, die seit Jahrzehnten propagiert werden, um Beschneidung zu rechtfertigen und aufrechtzuerhalten. Bei genauer Betrachtung fallen das Argumentationsgebäude und die Beweislage pro Beschneidung jedoch in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Die reale Häufigkeit der betreffenden Krankheiten bei Bevölkerungsgruppen bzw. in Ländern, die Beschneidung praktizieren oder nicht, spiegelt den "Schutzeffekt" der Beschneidung meist nicht wider. Und beispielsweise die niedrigeren Raten von Gebärmutterhalskrebs unter jüdischen Frauen, früher der Beschneidung ihrer Partner zugeschrieben, werden inzwischen von israelischen Forschern auf genetische Ursachen zurückgeführt.

Doch selbst wenn die Schutzwirkung der Beschneidung für bare Münze genommen werden könnte, stellt sich immer noch die prinzipielle Frage, warum zum Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bereits Säuglinge und Kinder beschnitten werden müssen, die noch viele Jahre nicht sexuell aktiv sein werden. Außerdem bietet die moderne Welt mit fließendem Wasser, Kondomen und Impfungen inzwischen wesentlich weniger einschneidende Methoden, deren prophylaktische Effektivität zudem sicher belegt ist. Oder bewegen wir uns etwa auf dem Niveau, dass Jungen und Männer von Natur aus schmutzig und verantwortungslos sind?

Im Übrigen ist auch die berüchtigte Phimose (Vorhautverengung) bei Anwendung fortschrittlicher, evidenzbasierter Medizin in den seltensten Fällen ein Grund für eine Beschneidung. In den meisten Fällen verwächst sich die Verengung spätestens im Lauf der Pubertät von selbst, ansonsten können ca. 80% der Fälle erfolgreich durch eine schmerz- und risikolose Behandlung mit Salben und Dehnübungen therapiert werden. Sollte eine Operation wirklich unvermeidbar sein, stehen moderne Verfahren zur Verfügung, bei denen die Vorhaut vollständig erhalten bleibt.

Was man ebenfalls wissen sollte:

Die Beschneidung (sowohl von Jungen als auch zeitweise von Mädchen!) in den USA begann vor ca. 150 Jahren nicht etwa als medizinisch-hygienische Maßnahme, sondern als Methode, um die damals verpönte Selbstbefriedigung zu erschweren und zu bestrafen. Damals wusste man noch, was man heute abzustreiten und zu vergessen versucht, nämlich dass die Vorhaut ein für das sexuelle Empfindungsvermögen essentieller Bestandteil der männlichen Genitalien ist, dessen Entfernung wesentliche negative Konsequenzen für die Sexualität hat. Alle modernen Argumente für eine Beschneidung, seien es Krebsvorsorge oder HIV-Schutz, wurden erst nachträglich zur Unterfütterung der bereits existierenden Beschneidungspraxis aufgebaut.

Weiterhin trifft es aktuell auch nicht mehr zu, dass in den USA die meisten Jungen beschnitten werden. Nachdem die Beschneidungsraten Ende der 1970er Jahre einmal weit über 90% lagen, werden inzwischen glücklicherweise nur noch deutlich weniger als die Hälfte der amerikanischen Jungen Opfer der - übrigens meist ohne (ausreichende) Betäubung durchgeführten - "routinemäßigen Säuglingsbeschneidung". Angesichts der sehr starken gesellschaftlichen Beharrungskräfte bei männlicher Beschneidung ist dies wirklich eine beeindruckende Entwicklung.

In den USA fand in den letzten Jahrzehnten also nicht nur eine Kritik seitens unbedeutender Randgruppen statt, sondern ein massives gesamtgesellschaftliches Umdenken, basierend auf der Erkenntnis, dass Säuglingsbeschneidung bestenfalls medizinisch-hygienisch unsinnig und schlimmstenfalls eine brutale Menschenrechtsverletzung ist.

In anderen Ländern, die einmal die routinemäßige Säuglingsbeschneidung praktizierten, wie Kanada, Australien, Neuseeland und Großbritannien, sind die Raten noch stärker und teilweise so tief gefallen, dass diese Praktik dort als abgeschafft betrachtet werden kann.

Freigegeben in Rituelle Beschneidung

"Das [die Beschneidung von Jungen] ist Tradition, jeder macht es."

(Yasar Bilgin, Vorsitzender der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung)

"Die Beschneidung neugeborener Jungen sei fester Bestandteil der jüdischen Religion, werde seit Jahrtausenden praktiziert und in jedem Land der Welt respektiert.“

(Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland)

Kommentar:

Unrecht wird nicht zu Recht, nur weil es massenweise und lange genug immer wieder begangen wurde und wird.

Sklavenhaltung beispielsweise war über Jahrtausende ein normaler Bestandteil menschlicher Gesellschaften. Dennoch war die Menschheit irgendwann reif genug, zu erkennen, dass es Unrecht ist, Menschen in Unfreiheit zu halten, und die Sklaverei wurde abgeschafft.

Nun scheint die Menschheit allmählich reif genug zu werden, um zu erkennen, dass es auch Unrecht ist, Menschen, Kindern, ohne medizinische Notwendigkeit und ohne deren selbstbestimmte, ausdrückliche Zustimmung Körperteile abzutrennen. Dass ein Umdenken hier nicht von heute auf morgen und nicht ohne Reibungen geschehen kann, ist klar, aber dieser Schritt ist für die humanistische Weiterentwicklung der Menschheit letztendlich unvermeidbar.

Freigegeben in Rituelle Beschneidung
Dienstag, 09 Dezember 2014 00:00

Du bist beschnitten und hast damit ein Problem?

Manche Jungen, die beschnitten wurden, schämen sich dafür. Einige finden sich hässlich, andere werden deswegen von ihren Klassenkameraden verspottet, z. B. beim Umziehen nach dem Sport oder beim Duschen. Manchmal hilft es, wenn man mit jemandem darüber reden kann, der das selbst erlebt hat – und manchmal kann man einem solchen Jungen auch Tipps geben, wie er sich verhalten kann, damit er besser damit klar kommt.

Trau Dich und schreib uns! Mal sehen, vielleicht hat ja hier jemand eine Idee?

Die Eichel ist sehr unempfindlich geworden, die Selbstbefriedigung ist nicht mehr so wie früher?

Wenn gar keine Vorhaut als „Hilfsmittel“ mehr da ist und Du außerdem an der Eichel nicht mehr so viel spürst wie früher kann das schon ziemlich enttäuschend sein. Es gibt aber Möglichkeiten, wie man trotzdem noch „Spaß mit sich selbst“ haben kann. Am Einfachsten ist es, Gleitmittel zu verwenden und die blanke Eichel direkt zu „massieren“. Dazu musst Du nichts Teures kaufen – es geht mit Babyöl, Vaseline, Babylotion oder Hautpflegelotion und im „Notfall“ mit Speichel.

Egal, was Du verwendest – es sollte hautfreundlich sein und das sollte auch draufstehen. Am besten sind Babyprodukte – die sind streng auf Hautfreundlichkeit geprüft.

Die Eichel ist extrem empfindlich und jede Berührung bereitet Schmerzen?

Das ist vor allem kurz nach der OP der Fall, bei manchen Jungen aber auch noch sehr lange danach. Unmittelbar nach der OP ziehst Du „unten“ am besten gar nichts an – langes T-Shirt oder Hemd reicht in der Wohnung.

Kamillebäder fördern die Heilung. Ein eng anliegender Slip, in dem der Penis nach oben gelegt und fest an den Körper gedrückt wird hilft auch.

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Das hängt von der Beschneidungsmethode ab.

Die OP erfolgt in Deutschland immer unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose. Wenn Du zu einer speziellen Methode etwas wissen möchtest, dann kannst du uns im Forum dazu eine Frage stellen, du musst dich dazu aber anmelden. Bei der Anmeldung kannst du auch einen Phantasienamen eingeben.

Freigegeben in Infos für Jungs

Ja, es ist wirklich peinlich, mit den Eltern über intime Dinge zu reden, Du bist aufgeregt oder die Eltern lassen Dich nicht ausreden und fangen sofort an, auf Dich einzureden, vermutlich haben deine Eltern auch die (scheinbar) besseren Argumente auf ihrer Seite.

Was kannst Du tun?

Schreiben! Du kannst Deinen Eltern einen Brief oder eine Email schreiben!

Vorteil: Du kannst in aller Ruhe nachdenken, was Du sagen möchtest, kannst Deine Ängste und Gefühle zum Ausdruck bringen, ohne, dass Dich dabei jemand anstarrt und darauf wartet, dass Du „endlich fertig“ wirst. Du kannst ihnen z. B. sagen, dass Du mitreden möchtest, wenn es um Entscheidungen geht, und beim Arzt nicht einfach „vorgeführt“ werden möchtest. Du kannst sagen, wie Du Dir die Lösung des Problems vorstellst und was Du ganz bestimmt nicht möchtest. Du vergisst nichts und es ist weniger peinlich, als wenn Du es ihnen ins Gesicht sagen müsstest. Auch für die Eltern ist das besser – sie können in Ruhe nachdenken und dann mit Dir reden.

Natürlich hast Du auch die Möglichkeit, uns eine Email zu schreiben oder in unserem Forum anonym Deine Fragen zu stellen. Deinen richtigen Namen musst Du nicht nennen.

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