Samstag 24 Juni 2017
Montag, 22 Dezember 2014 00:00

Pubertät pur

Das Wachstum des Penis zu Beginn der Pubertät ließ die Eichel noch deutlicher hervortreten. Mit der hinter der Eichel liegenden Hautfalte konnte ich ähnlich wie ein unbeschnittener Junge masturbieren, wenn ich sie nach vorne zog und die Penisspitze damit "massierte". Da die Haut aber eigentlich zu kurz war tat dies manchmal am Penisansatz (Schambereich) weh, na ja, zumindest war es nicht unbedingt angenehm. Irgendwann entdeckte ich, dass die direkte Stimulation der Eichel ein intensiveres Gefühl hervorrief und benutzte heimlich irgendeine gut riechende Salbe meiner Mutter als Gleitmittel. Meine Mutter wunderte sich über den rätselhaften „Salbenschwund“ und vermutete (scherzhaft) ein Leck in der Verpackung. Entweder ahnte sie wirklich nichts oder sie hat ganz bewusst geschwiegen und ohne viele Worte für „Nachschub“ gesorgt, denn irgendwann fand ich statt ihrer Creme ein deutlich „glitschigeres“ Kinder(?)pflegemittel vor, das sie wohl kaum zur Gesichtspflege benutzt haben dürfte.

Die Tatsache, dass die Eichel nach der Beschneidung trocken und weniger sensibel geworden war, empfand ich zunächst nicht als Nachteil. Ich wusste, dass es für unbeschnittene Jungen sehr unangenehm sein kann, ihre blanke Eichel zu berühren und wunderte mich, weshalb mir selbst derbe Berührungen dort nichts ausmachten, aber da ich lange vor der Pubertät beschnitten worden war hatte ich ja keinen Vergleich mit dem "normalen" Körperempfinden und hielt die heftige „Rubbelei“ bis zum Orgasmus für normal, Zweifel kamen erst später.

Nach dem "ersten Mal" wurde mir bewusst, dass es Mädchen und Frauen gefällt, den Mann möglichst lange und intensiv in sich zu spüren. Meine erste Freundin fand es gut, dass ich in der Lage war, sie relativ heftig und ausdauernd zu stimulieren, ohne dass ich damals schon wusste, weshalb das für mich einerseits ziemlich anstrengend, andererseits manchmal total unbefriedigend war. Ausgerechnet dieses Mädchen war es auch, mit dem ich mehr als ein paar belanglose Worte über meine Beschneidung sprach. Sie schwärmte geradezu von meinem beschnittenen Penis, was mich zunächst völlig verunsicherte. Es war (aus ihrer Sicht) aber keineswegs egoistisch – sie fand das „niedlich“ und freute sich ehrlich für sich und für mich.

Ein Pluspunkt für die Beschneidung? Ich war zufrieden, geradezu "happy" und wenn ich mir überlegte, dass ein beschnittener Penis sogar hygienischer sein sollte als ein unbeschnittener, dann konnte ich mich doch eigentlich glücklich schätzen!

Doch es gab eben auch richtig unangenehme Erlebnisse: Schon früher, mit 13 oder 14 hatte ich bei einer Erektion manchmal Schmerzen an der Unterseite des Penis (meist im falschen Moment) und auch wenn ich die verbliebene Haut zu heftig nach vorne zog, tat es weh. Ich verhielt mich ruhig und wartete darauf, dass die Erektion nachließ. Zum Arzt zu gehen oder mit meinen Eltern zu reden - dazu fehlte der Mut. Außerdem war da der Gedanke: "Womöglich schneidet der noch mehr weg!" Zum Glück hörten diese Probleme mit etwa 16 Jahren von selbst auf.

Freigegeben in Gefangen in Schweigen
Sonntag, 21 Dezember 2014 00:00

Änderungen

Vor der Beschneidung hatte ich nie Probleme damit, wenn mich beim Umziehen jemand nackt sah. Das hatte nun ein jähes Ende gefunden. Wenn ich mich umziehen wollte, flog z. B. zu Hause grundsätzlich jeder andere aus meinem Zimmer heraus, was auch meine Eltern einschloss.

Ich schämte mich dafür und ich wollte nicht, dass es jemand sieht. Ich wollte es selbst weder sehen noch anfassen. Für mich war es nur noch ein Ding, das halt an mir dran hing. Es war prinzipiell nutzlos und sah absolut scheußlich aus.

Meiner Mutter ist schließlich aufgefallen, dass ich in Punkto Nacktheit scheinbar ein Problem hatte. Und sie fragte nach, was denn los sei:

„Die Operation.“

war meine einzige Antwort.

Mittlerweile wusste sie zwar, dass ich komplett beschnitten war, aber sie wusste trotzdem nicht, wie es aussah.

(Um etwas vorzugreifen: Erst als Erwachsener – mehr als 10 Jahre nach der Beschneidung – habe ich ihr einmal ein Bild aus dem Internet vorgelegt und ihr gesagt, dass ich so herumlaufen musste. Ihrer Reaktion nach zu urteilen hat sie erst in diesem Moment tatsächlich begriffen, was „beschnitten sein“ bedeutet und zum ersten Mal gesehen, wie so etwas aussieht.)

Um mich zu beruhigen hat sie mir damals, als ich noch klein war, erzählt, dass viele Jungs beschnitten wären, z. B. Amerikaner und manch andere wegen ihres Glaubens und dass nichts Schlimmes dabei wäre. Ich weiß nicht mehr, wie viele es waren, aber die Anzahl Flüche, die ich in diesem Moment losgelassen habe, war wohl immens.

Was zum Teufel bringt es jemandem, zu wissen, wie viele Millionen Menschen beschnitten sind, wenn man selbst Probleme damit hat und gar nicht so sein will?

Und was hilft dieses Wissen gegen Hänseleien und Schmerzen?

Absolut nichts!

Von den letzten beiden Punkten haben meine Eltern auch erst viel später erfahren. Wieder einmal fühlte ich mich unverstanden, aber ich weiß, dass es kein böser Wille von ihr war.

Was ich vor der Beschneidung an Sport gemacht habe, konnte ich nun nicht mehr tun: Die Schmerzen, die durch das Reiben der Eichel an der Kleidung entstanden, waren zu stark. Es gab Tage, an denen ich nicht einmal laufen wollte, weil es so wehtat. Warum ich den Sport tatsächlich aufgegeben habe wissen meine Eltern erst seit ein paar Jahren. Damals hatte ich offiziell einfach „keine Lust mehr“.

Dienstag, 09 Dezember 2014 00:00

Vorhautverklebung

Fast alle männlichen Babys werden mit einer Vorhautverklebung geboren. Dabei ist die Vorhaut in den ersten Lebensjahren fest mit der Eichel verbunden. Diese Erscheinung dient dem Schutz der sensiblen Eichel. Normalerweise lösen sich Vorhautverklebungen von selbst in den ersten Lebensjahren. Solange keine Begleitsymptome auftreten, können Verklebungen oder kleine Restverklebungen jedoch mindestens bis zur Pubertät als normal angesehen werden.

Achtung Verletzungsgefahr!

Versuche, eine verklebte Vorhaut mit Zwang zurück zu ziehen oder zu schieben, sind für den Jungen sehr schmerzhaft und unbedingt zu unterlassen!

Bei Behandlungsbedarf (wiederholte Entzündungen, Schmerzen, nachhaltiger Harnstau) kann man den natürlichen Ablösungsprozess der Vorhaut durch Salben unterstützen. Bei älteren Kindern oder Jugendlichen können Verklebungen unter örtlicher Betäubung vom Arzt mit einer Sonde abgelöst werden.

Bei kleinen Kindern ist das wenig sinnvoll, da die Wundflächen häufig wieder miteinander verwachsen. Das ist auch eine typische Komplikation nach Teilbeschneidungen in sehr jungem Alter.

Dienstag, 09 Dezember 2014 00:00

Wenn die Vorhaut zurückziehbar ist

Für Jungen, deren Vorhaut bereits beweglich oder zum Teil beweglich ist, gelten diese Regeln prinzipiell genau so. Bei diesen Jungen sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass

  • die Vorhaut im Rahmen der üblichen Körperpflege täglich beim Duschen oder Baden vorsichtig (ggf. nur soweit es schmerzfrei geht) zurück gezogen wird.
  • die Eichel und die Innenseite der Vorhaut mit warmem Wasser abgespült werden.
  • wenn der Junge das möchte, Eichel und Vorhaut danach mit einem weichen Tuch abgetrocknet werden.
  • die Vorhaut nach der Reinigung wieder über die Eichel nach vorne geschoben wird. Dies ist wichtig, da eine evtl. noch etwas enge Vorhaut sonst zu einer Paraphimose (Abschnüren der Eichel) führen kann.

All diese Schritte wird ein Junge, dessen Vorhaut zurückziehbar ist, in der Regel schon selbst durchführen können, und das sollte er auch tun dürfen bzw. dazu angehalten werden.

Ist er noch zu klein dafür, sollten Eltern vorsichtig vorgehen und darauf achten, dass sie dem Jungen keine Schmerzen oder Verletzungen zufügen.

Vorsicht! Die Berührung der freiliegenden Eichel kann manchen Jungen weh tun, deshalb sollten die Eltern so etwas keinesfalls erzwingen.

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